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Erinnerung an eine alte Zeit
Cafe I
Das Treffen der Räuber
Sonntagmorgen
Menech
Joachim
Merires Frau
Verrat
Baum auf's Dach
Neferures Tod
Iris und Bali
Cuba
Lake Batur
Cuba II
Bangkok
Wieder Zurück
K's Amok
Der Tag danach
Ernst im Cafe
Montag im Büro
Laufen mit Joachim
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Erinnerung an eine alte Zeit

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Drei Frauen, eine Familie, Ägypten, Cuba und ein Vater der sterben soll....

 
Cafe I
Nun, es ist wirklich keine Stadt zum leben, wenn man von Stadt überhaupt sprechen will. Ein größeres Dorf vielleicht. Wie auch immer - kein Platz zum Leben. Und doch halte ich mich hier schon seit einigen Wochen auf. Spaziere durch die Straßen ohne Ziel und Eile, sitze in Kaffeehäusern herum. Schrecklichen keinen Lokalen mit pummeligen Kellnerinnen die einem mit ihrer aufmerksamen Redseligkeit den Tag verderben...
 
Das Treffen der Räuber
Weit zurückgelehnt, beide Arme nach hinten gestreckt, auf die Handflächen gestützt, saß Merire am Flachdach seines Hauses. Er genoss die kühle Brise die in der Abenddämmerung vom Nil herauf strich. Letzte Sonnenstrahlen spielten mit den grünen Wellen, ein Handelsschiff zog gemächlich stromabwärts...
 
Sonntagmorgen
Eine warme Herbstsonne wirft Ihre Strahlen durch die Glasfront und spielt mit dem Rauch meiner Zigarette. Das Kaffeehaus ist menschenleer. Die Kellnerin lehnt hinter der Theke und blättert in einer Illustrierten. Im Nebenraum dringt leise Musik aus einem Radio...
 
Menech
Das erste Mal begegneten sie sich, an der Baustelle von Hatschepsut´s Tempel in Deir el-Bahri. Menech war als Hohepriester oft an der Baustelle und Merire, Ipui und Paneb arbeiteten dort als Schreiner...
 
Joachim
"Do you feel allright...." Jeff Beck's Stimme dröhnt verzerrt durch den Raum. "Einen "Black Label bitte, straight". Es ist bereits kurz nach 23.00h und ich stehe gerade eine Minute an der Bar. Das Lokal ist gesteckt voll und selbst
 
Merires Frau
Merire bekam schon sehr bald Nachricht von Menech. Nicht direkt. Der Vorarbeiter holt ihn zu sich und teilte mit, dass er ab sofort im Inneren des Tempels Deir el-Bahari arbeiten werde. In dem Teil, zu dem nur wenige Zugang hatten und wo die Arbeit gleich doppelt so gut bezahlt wurde. Merire war froh, dass er sich für Menech entschieden hatte...
 
Verrat
Keine zehn Tage später ließ Menech nach ihm rufen und Merire fühlte sich plötzlich wieder so klein und ängstlich wie beim ersten Mal. Was würde er von ihm wollen? War ihm zu Ohren gekommen, dass er beabsichtigte sich in der Siedlung der Vorarbeiter zu vermählen? Nervosität stieg auf, als er vom Sklaven in das Zelt gebeten wurde. Doch Menech nahm ihm sofort jede Furcht. „Mein lieber Merire. Du machst mir Freude. Ich höre nur das Beste von dir. Und weil du dich so gut machst habe ich ein kleines Geschenk für dich. Es wird Zeit das du in ein ordentliches Haus ziehst, oder?“ Merire verzog keine Mine..
 
Baum auf's Dach
Kurz nach 08.00h treffe ich bei Johanna ein. Superfrüh für Samstag Morgen. Rosa hat Kaffee, frische Semmeln, Schinken und Käse hergerichtet. Vor der Arbeit muss ordentlich gefrühstückt werden. Ich habe keinen Appetit und trinke nur zwei Tassen schwarzen Kaffee, was mir eine Rüge von Rosa einbringt, morgens muss man ordentlich essen, wenigstens eine Buttersemmel...
 
Neferures Tod
Überraschender Weise kamen weder in der Nacht noch am nächsten Morgen die Soldaten um Merire zu holen. Am Morgen war seine Nervosität am Höhepunkt. Er wusste, dass sie ihn holen würden und empfand es nur mehr als Qual, darauf zu warten. Sollte er sich stellen? Vielleicht würde es ihm auch helfen wenn er von sich aus ging und alles erzählte. Gab es eine Chance davon zu kommen?
 
Iris und Bali
Der Schotter knirscht unter den Reifen, ich lasse den Wagen im Leerlauf bis dicht vor die Fabrikmauer rollen, der Bewegungsmelder schaltet das Licht ein, ich stelle den Wagen ab. Die Autotür fällt schwer ins Schloss. Ich kann das Adagio von Albinoni fühlen, ich spüre die Energie. Ich spüre Sie...
 
Cuba
Iris und ich kennen uns nun zwei Jahre. Zwei Jahre erst und doch kommt es mir wie eine Ewigkeit vor.
Nach einer guten Woche Strand, Sonne, Meer beschloss ich, die verbleibenden Tage meines Urlaubs in Havana zu verbringen. Genauer gesagt im Viertel welches sich vom Hafen zur Monserrate und Egido erstreckt. Kolonialstil pur. Der feuchten Schwüle der Subtropen ausgeliefert, gammelt alles dahin, moosbedeckt, Farne schießen aus allen Ritzen, modrig, morbid...
 
Lake Batur
Kommst du mit zum Lake Batur?" Iris holt mich aus meinen Erinnerungen. Alles gut. Wir sind in Bali und sie ist wieder im Diesseits und spricht. Die Erinnerung an Cuba lässt mich auch heute noch ein wenig nervös werden. Alles vorbei. Vergangenheit, zum Glück.
 
Cuba II
Es war jemand an der der Tür. Versuchte sie von aussen zu öffnen. Angst. Herzflattern.

"Wer ist da?". "Das Zimmermädchen". Erleichterung. „Fünf Minuten und ich bin weg. OK?" Es war ihr so recht wie alles andere auch. Es war bereits spät. Ich machte mich schnell fertig und verliess das Hotel.

 
Bangkok
Die Boeing sackte von einem Luftloch ins nächste und an der Gelassenheit der Crew konnte man sehen, dass dies nichts ungewöhnliches war. Die Gesichter der Passagiere zeigten ein anderes Bild und mir war es jedenfalls egal.
 
Wieder Zurück
 
K's Amok
 
Der Tag danach
Eva und ich gingen die Gasse hoch und hatten Glück, kaum waren wir auf der Hauptstrasse hielt ein vorbeifahrendes Taxi. „Fahren wir am besten zu mir, dort ist um die Ecke ein kleines Lokal, dass sehr lange offen hat. Und dort gibt es auch Taxis für dich zum weiterfahren“ schlug Eva vor.
 
Ernst im Cafe
s ist kurz nach 14.00h als ich das Cafe betrete. Johanna ist noch nicht hier, ansonst würde ihr Auto vor der Türe parken. Es sind kaum Leute hier und so steuere ich einen Platz an, auf dem einige Zeitungen liegen.
 
Montag im Büro
Eva im Kopf und sonst keine Vorkommnisse. Das ganze weiter Wochenende sehr sensationslos. Kino, Herumhängen und am Sonntag Fernsehschauen. Und eben an Eva denken.
 
Laufen mit Joachim
Ich bin definitiv nicht unsportlich, aber mit Joachim komme ich nur schwer mit. Leichten Fußes nimmt er jede Steigung, redet ununterbrochen als ob wir im Cafe sitzen würden. Seit dem Katastrophensonntag ist gerade eine Woche vergangen.
 
Abend mit Eva
Leichter verärgert saß ich also im Lokal und wartete auf Eva. Sie wohnte hier um die Ecke und konnte es nicht schaffen, pünktlich zu sein. Pünktlichkeit hatte für mich etwas mit Höflichkeit zu tun, mit Respekt. Jemanden warten zu lassen bedeutete für mich, sich anzumaßen über dessen Zeit Verfügen zu können. Umgekehrt nervte mich unser Alter, wenn er ständig kontrollierte, ob auch alle pünktlich ins Büro kamen. Störte mich nun Unpünktlichkeit generell oder störte es mich nur, wenn man mich warten ließ?
 
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